Kommandowechsel bei der Einsatzflottille 2

[Wilhelmshaven] Heute Morgen hat Flottillenadmiral Ralf Kuchler das Kommando über die in Wilhelmshaven ansässige Einsatzflottille 2 an seinen Nachfolger, Flottillenadmiral Axel Schulz, übergeben. Kuchler war seit 2018 Kommandeur der Einsatzflottille, die auch das 2. und 4. Fregattengeschwader beinhaltet. Er wechselt nach Berlin, wo er Büroleiter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, werden wird. Der Abschied aus Wilhelmshaven fällt nach gut drei Jahren bei der Einsatzflottille 2 schwer, so Kuchler.

Der neue Kommandeur, Axel Schulz, war zuletzt Kontingentführer des Deutschen Einsatzkontingents im Libanon.

Foto: Leon Rodewald

Wilhelmshaven ehrt Stadtradler*innen

[Wilhelmshaven] Das Thema Verkehrswende ist – nicht nur in Wahlkampfzeiten – ein politisches Dauerthema. Hoch im Kurs stehen da der Ausbau der Elektromobilität oder die Verbesserung des ÖPNVs. Aber die umweltfreundlichste Art der Fortbewegung ist – neben dem Laufen – vermutlich das Radfahren. Um das weiter in den Mittelpunkt zu rücken, gibt es vielerorts Jahr für Jahr die Aktion Stadtradeln. So auch in der Stadt Wilhelmshaven. Hier wurden jetzt die Gewinner*innen geehrt.

Die Stadt Wilhelmshaven hat jetzt die besten Teilnehmenden der diesjährigen Stadtradeln-Aktion ausgezeichnet. Neben entsprechenden Urkunden gab es für die Gewinner*innen auch Geldpreise oder aber Stadtgutscheine.

Foto: Pixabay

ERLAUBT

Rat Wilhelmshaven stimmt für Änderung für Voslapper Groden-Nord

[Wilhelmshaven] In der vergangenen Woche wurden Pläne bekannt, nach denen ein belgischer Investor eine große Industrieanlage zur Verwertung von „grünem“ Wasserstoff in Wilhelmshaven bauen möchte. Soweit so gut. Schließlich möchte die Stadt gerne zur Energiedrehscheibe werden. Da wäre so ein großangelegtes Projekt, das ganz nebenbei zahlreiche Arbeitsplätze mit sich bringen soll, natürlich willkommen. Das Problem dabei: Die Anlage soll auf dem derzeit noch als Vogelschutzgebiet ausgewiesenen Areal im Bereich Voslapper Groden-Nord entstehen. Diese Abwägung zwischen Artenschutz und dem Ausbau von klimafreundlicher Industrie hat gestern (22.09.2021) auch den Rat der Stadt Wilhelmshaven beschäftigt. Was genau dabei beschlossen wurde, erklärt Stadtbaurat Nikša Marušić:

Damit ist der Startschuss für das Projekt erfolgt. Damit kann die Verwaltung tätig werden und die notwendigen Planungen vorantreiben. Jetzt muss überprüft werden, was auf dem Gelände möglich ist – und was eben nicht. Die Ausweisung als Vogelschutzgebiet bringt einige Vorgaben mit sich. Es geht aber auch zum Beispiel um Faktoren wie Lärm-, Staub- oder Geruchsbelastung. Ob die Aufbereitungsanlage für Wasserstoff letzten Endes wirklich hier entstehen wird, ist nach dem gestrigen Ratsbeschluss also noch lange nicht entschieden. Einen Entschluss wird es – wenn überhaupt – erst deutlich später geben, so Marušić:

Der Zeitplan des Investors, dass bereits 2027 der Betrieb aufgenommen werden soll, erscheint also ziemlich ambitioniert. Nach der deutlichen Kritik an dem Vorhaben von den Umweltverbänden NABU und BUND gibt es aber auch positive Stimmen. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies zum Beispiel sieht darin einen wichtigen Schritt – einerseits für die Stadt Wilhelmshaven und andererseits für die Energiewende. Im Rahmen seiner Möglichkeiten möchte er Gespräche auch bis nach Brüssel führen. Wie dort die industriellen Pläne für das Vogelschutzgebiet aufgenommen werden, bleibt abzuwarten. Als sicher gilt aber wohl: das Thema wird uns noch lange beschäftigen.

Foto: Fabian Metzner

Rat stimmt für Änderung für Voslapper Groden Nord

[Wilhelmshaven] Der Rat der Stadt Wilhelmshaven hat in seiner gestrigen (22.09.) Sitzung die Änderung des Flächennutzungs- und den Bebauungsplan für den nördlichen Voslapper Groden zur Aufstellung freigegeben. Auf dem Vogelschutzgebiet plant ein belgischer Investor eine großindustrielle Anlage zur Verarbeitung oder Verstromung von synthetischem Wasserstoff. Bereits 2027 soll die Anlage in Betrieb gehen. Die jetzigen Beschlüsse bedeuten allerdings noch nicht, dass das Projekt verwirklicht wird. Stattdessen soll die Realisierung an dem Ort geprüft werden, so Wilhelmshavens Stadtbaurat Nikša Marušić:

Foto: Annika Kaehler

Niedersächsischer Landtag

Seit heute gilt die neue Corona-Verordnung

[Hannover] Seit Beginn der Corona-Pandemie schauen jede Woche viele Menschen in Niedersachsen nach Hannover. Da informiert jeden Dienstag die Landesregierung über den aktuellen Stand. Mal geht es dabei nur um ein paar Zahlen, wann anders gibt es größere Neuerungen zu vermelden. So auch gestern (21.09.), als die neue Corona-Verordnung vorgestellt wurde. Die neuen Regelungen gelten schon ab heute (22.09.) und wirken sich da auch direkt aus. Zum Beispiel in Grundschulen, erklärt Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des niedersächsischen Corona-Krisenstabs.

Weiterhin wird zwischen einer 2G- und einer 3G-Regelung für den Zugang zu Veranstaltungen oder gastronomischen Betrieben unterschieden. Lassen die Zuständigen nur Geimpfte und Genesene zu, bringt das einige Lockerungen mit sich, so Claudia Schröder:

Bei 2G haben übrigens auch einige Personen Zutritt, die nicht geimpft oder genesen sind – beispielsweise Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre oder auch Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. Hier gilt dann eine Testpflicht. Die jetzt neue Corona-Verordnung gilt bis zum 10. November. Das ist relativ lang, dabei hat sich die Landesregierung aber etwas gedacht: Sie möchte nämlich gerne die Entwicklung nach den Herbstferien abwarten. Regierungssprecherin Anke Pörksen erklärt aber, dass sich auch vorher schon Änderungen ergeben können, beispielsweise für Veranstaltungen, die jetzt im September noch weit weg wirken:

Außerdem gilt ab heute (22.09.) noch eine neue Absonderungs-Verordnung. Damit werden die Quarantäneregelungen bei Corona-Infektionen landesweit vereinheitlicht. Die waren bislang nämlich nicht bei allen Gesundheitsämtern einheitlich. Ab heute (22.09.) gilt überall in Niedersachsen: Vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Menschen müssen wie Genese nicht in Quarantäne, wenn sie vom Gesundheitsamt als enge Kontaktperson eingestuft wurden.

Foto: Sophie Saemann/ Radio Jade

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