Kommandoübergabe bei der Einsatzflottille 2

Die Einsatzflottille 2 mit Sitz in Wilhelmshaven ist einer der drei Großverbände der Deutschen Marine. Hier sind die Fregatten, Einsatzgruppenversorger und Flottentanker der Marine zusammengefasst, genauso wie rund 4.000 Soldat*innen und zivile Mitarbeitende. Seit Mitte 2018 hatte hier Flottillenadmiral Ralf Kuchler das Kommando. Unter seiner Leitung wurde beispielsweise durch die Corona-Pandemie einiges durcheinandergewirbelt. Einerseits gab es große Einschränkungen – beispielsweise keine Landgänge bei Einsätzen. Andererseits gab es auch ganz neue Aufgaben, die durch die Pandemie entstanden sind, so Kuchler:

Ob durch Einkaufshilfe, Einsätze in Test- und Impfzentren oder Hilfe in Pflegeheimen. Unter Kuchler hat die Marine in Wilhelmshaven viel Kontakt mit den Bürger*innen hergestellt. Die zusätzlichen Aufgaben für die Einsatzflottille waren zwar anstrengend, wurden aber souverän gemeistert. Doch war die Zeit in Wilhelmshaven noch so schön, ein wenig Kritik muss Flottillenadmiral Ralf Kuchler auch loswerden – wenn auch nicht gegen die Einsatzkräfte:

Auf solche Schieflagen hinzuweisen – das kann Kuchler künftig in Berlin. Er wird nämlich Büroleiter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Eberhard Zorn. Das Zepter bei der Einsatzflottille 2 hat er am Freitag (24.09.) an Axel Schulz übergeben. Der war zuletzt Kontingentführer des Deutschen Einsatzkontingents im Libanon, ist aber eigentlich Wilhelmshavener. Insofern freut er sich nicht nur auf die neue Aufgabe, sondern auch über die Heimkehr:

Doch natürlich ist er nicht nur zurück nach Wilhelmshaven gekommen, um die Familie wieder in der Nähe zu haben. Auf ihn warten auch einige Aufgaben als neuer Kommandant der Einsatzflottille 2. Dessen ist sich Axel Schulz bewusst:

Die Einsatzsatzflottille 2 der Marine in Wilhelmshaven steht unter neuer Führung. Am vergangenen Freitag (24.09.) hat Flottillenadmiral Ralf Kuchler das Kommando an seinen Nachfolger Axel Schulz übergeben.

Kommandowechsel bei der Einsatzflottille 2

[Wilhelmshaven] Heute Morgen hat Flottillenadmiral Ralf Kuchler das Kommando über die in Wilhelmshaven ansässige Einsatzflottille 2 an seinen Nachfolger, Flottillenadmiral Axel Schulz, übergeben. Kuchler war seit 2018 Kommandeur der Einsatzflottille, die auch das 2. und 4. Fregattengeschwader beinhaltet. Er wechselt nach Berlin, wo er Büroleiter des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, werden wird. Der Abschied aus Wilhelmshaven fällt nach gut drei Jahren bei der Einsatzflottille 2 schwer, so Kuchler.

Der neue Kommandeur, Axel Schulz, war zuletzt Kontingentführer des Deutschen Einsatzkontingents im Libanon.

Foto: Leon Rodewald

Wilhelmshaven ehrt Stadtradler*innen

[Wilhelmshaven] Das Thema Verkehrswende ist – nicht nur in Wahlkampfzeiten – ein politisches Dauerthema. Hoch im Kurs stehen da der Ausbau der Elektromobilität oder die Verbesserung des ÖPNVs. Aber die umweltfreundlichste Art der Fortbewegung ist – neben dem Laufen – vermutlich das Radfahren. Um das weiter in den Mittelpunkt zu rücken, gibt es vielerorts Jahr für Jahr die Aktion Stadtradeln. So auch in der Stadt Wilhelmshaven. Hier wurden jetzt die Gewinner*innen geehrt.

Die Stadt Wilhelmshaven hat jetzt die besten Teilnehmenden der diesjährigen Stadtradeln-Aktion ausgezeichnet. Neben entsprechenden Urkunden gab es für die Gewinner*innen auch Geldpreise oder aber Stadtgutscheine.

Foto: Pixabay

ERLAUBT

Rat Wilhelmshaven stimmt für Änderung für Voslapper Groden-Nord

[Wilhelmshaven] In der vergangenen Woche wurden Pläne bekannt, nach denen ein belgischer Investor eine große Industrieanlage zur Verwertung von „grünem“ Wasserstoff in Wilhelmshaven bauen möchte. Soweit so gut. Schließlich möchte die Stadt gerne zur Energiedrehscheibe werden. Da wäre so ein großangelegtes Projekt, das ganz nebenbei zahlreiche Arbeitsplätze mit sich bringen soll, natürlich willkommen. Das Problem dabei: Die Anlage soll auf dem derzeit noch als Vogelschutzgebiet ausgewiesenen Areal im Bereich Voslapper Groden-Nord entstehen. Diese Abwägung zwischen Artenschutz und dem Ausbau von klimafreundlicher Industrie hat gestern (22.09.2021) auch den Rat der Stadt Wilhelmshaven beschäftigt. Was genau dabei beschlossen wurde, erklärt Stadtbaurat Nikša Marušić:

Damit ist der Startschuss für das Projekt erfolgt. Damit kann die Verwaltung tätig werden und die notwendigen Planungen vorantreiben. Jetzt muss überprüft werden, was auf dem Gelände möglich ist – und was eben nicht. Die Ausweisung als Vogelschutzgebiet bringt einige Vorgaben mit sich. Es geht aber auch zum Beispiel um Faktoren wie Lärm-, Staub- oder Geruchsbelastung. Ob die Aufbereitungsanlage für Wasserstoff letzten Endes wirklich hier entstehen wird, ist nach dem gestrigen Ratsbeschluss also noch lange nicht entschieden. Einen Entschluss wird es – wenn überhaupt – erst deutlich später geben, so Marušić:

Der Zeitplan des Investors, dass bereits 2027 der Betrieb aufgenommen werden soll, erscheint also ziemlich ambitioniert. Nach der deutlichen Kritik an dem Vorhaben von den Umweltverbänden NABU und BUND gibt es aber auch positive Stimmen. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies zum Beispiel sieht darin einen wichtigen Schritt – einerseits für die Stadt Wilhelmshaven und andererseits für die Energiewende. Im Rahmen seiner Möglichkeiten möchte er Gespräche auch bis nach Brüssel führen. Wie dort die industriellen Pläne für das Vogelschutzgebiet aufgenommen werden, bleibt abzuwarten. Als sicher gilt aber wohl: das Thema wird uns noch lange beschäftigen.

Foto: Fabian Metzner

Rat stimmt für Änderung für Voslapper Groden Nord

[Wilhelmshaven] Der Rat der Stadt Wilhelmshaven hat in seiner gestrigen (22.09.) Sitzung die Änderung des Flächennutzungs- und den Bebauungsplan für den nördlichen Voslapper Groden zur Aufstellung freigegeben. Auf dem Vogelschutzgebiet plant ein belgischer Investor eine großindustrielle Anlage zur Verarbeitung oder Verstromung von synthetischem Wasserstoff. Bereits 2027 soll die Anlage in Betrieb gehen. Die jetzigen Beschlüsse bedeuten allerdings noch nicht, dass das Projekt verwirklicht wird. Stattdessen soll die Realisierung an dem Ort geprüft werden, so Wilhelmshavens Stadtbaurat Nikša Marušić:

Foto: Annika Kaehler

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