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Omikron-Variante des Coronavirus auch in Niedersachsen auf dem Vormarsch

[Hannover] Die Omikron-Variante des Coronavirus ist auch in Niedersachsen auf dem Vormarsch. In der letzten Kalenderwoche machten Omikron-Fälle rund 28 Prozent der Meldefälle aus, so Dr. Fabian Feil, Leiter des niedersächsischen Landesgesundheitsamts. Dabei zeichne sich die neue Variante durch ein höheres Ansteckungsrisiko aus, andererseits zeige sich bis jetzt eine Tendenz zu milderen Verläufen. Dies entspräche der typischen Evolution eines Virus, sei aber auch eine große Herausforderung, so Feil.

Insgesamt sei es aber ein Hoffnungsschimmer, dass schwere Verläufe bei der Omikron-Variante seltener seien. Die bisherigen Maßnahmen wie die AHAL-Regeln und das Impfen blieben die wichtigsten Mittel zum Durchstehen der Pandemie, insbesondere der Impfung und dem Boostern komme eine große Rolle zu. Ausdrücklichen Dank richtete auch Feil an die Gesundheitsämter und die Bürger*innen für das gute Kontaktmanagement. Ob sich die Quarantäneregelung für vollständig Geimpfte mit Auffrischungsimpfung ändere, werde in Zukunft mit dem Robert-Koch-Institut abgestimmt. Dafür sprachen sich sowohl Heiger Scholz, Leiter des niedersächsischen Corona-Krisenstabes als auch Landesgesundheitsamtchef Fabian Feil aus.

Die derzeitige Teststrategie – auch mit dem Ausblick auf kommende Testpflicht in den wieder zu öffnenden Schulen – sei für das Management der Omikron-Variante ausreichend, so Feil weiter. Allein die Kontaktnachverfolgung und Quarantänekontrolle sei herausfordernd. Hier solle sich auf die Vermeidung schwerer Verläufe beispielsweise in Altenheimen konzentriert werden. Auch eine Intensivierung der Boosterimpfungen sei wünschenswert, gesetzt den Fall es gebe genügend Impfstoff, so der Leiter des Corona-Krisenstabs, Heiger Scholz.

Das Land sei auf die nun bald vorherrschende Omikron-Variante des Coronavirus gut eingestellt, dabei waren sich der Leiter des Krisenstabes und der Leiter des Gesundheitsamtes einig. Trotzdem stehe Niedersachsen auch im kommenden Jahr vor anhaltenden Herausforderungen.

Foto: Sophie Saemann/ Radio Jade