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Schulschließungen in Niedersachsen

[Niedersachsen] Für die Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen ist heute (13.03) vorerst der letzte Schultag gewesen- auf einer Landespressekonferenz teilten nämlich nun (13.03.) Vertreter des Landes mit, dass ab Montag (16.03)  bis zum 15.April die Schulen in Niedersachsen geschlossen bleiben. Neben den Schulen bleiben auch Kindertagesstätten, Hochschulen, staatliche Museen und Theater geschlossen. Dadurch soll die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus verlangsamt werden. Das teilte Ministerpräsident Stephan Weil mit. Gestern (12.03) auf einer Ministerpräsidentenkonferenz in Berlin wurden erste Strategien zum Umgang mit dem Virus thematisiert, so Weil:

Allerdings seien Lehrkräfte in den Schulen präsent, um Kinder bis zur achten Klasse in Notgruppen betreuen zu können, so der Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Elternteile, die unter anderem in der Pflege, im medizinischen Bereich oder bei der Polizei tätig sind, haben einen Anspruch auf diese Notbetreuung. Es werde aber in der Zeit weder Unterricht stattfinden noch würden Unterrichtsmaterialien ins Internet eingestellt oder per Email verschickt, so Tonne.

An den niedersächsischen Fachhochschulen fallen die Präsenzveranstaltungen aus. Der Start des Sommersemesters an den Universitäten wird auf den 20. April verschoben, wie Wissenschaftsminister Björn Thümler heute (13.03.) mitteilt. Durch diese Vorsichtsmaßnahmen wird es dennoch nicht möglich sein, die Verbreitung vollständig zu verhindern, so Gesundheitsministerin Carola Reimann.

Die niedersächsische Landesregierung will zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Epidemie am Dienstag (17.03) einen Nachtragshaushalt verabschieden. Der Ministerpräsident Stephan Weil weist darauf hin, dass der Kontakt zu anderen Personen auf das Minimum beschränkt werden soll. Desweiteren soll bei Veranstaltungen unter 1.000 Personen geprüft werden, ob diese zwingend Notwendig seien.  Nach Angaben des Norddeutschen-Rundfunks gibt es in Niedersachsen über 170 bestätigte Corona-Fälle, jeweils zwei in Friesland und Wilhelmshaven, einer im Landkreis Wittmund und sechs in der Stadt Oldenburg.