Ein Blick in die Zukunft von Sonne und Erde

Autor: Ulrich Beilfuß                     

Heute blicken wir einmal sehr weit voraus in die Zukunft der Sonne und damit auch der Erde.

Neueren Erkenntnissen zufolge wird die Sonne sich in gut siebeneinhalb Milliarden Jahren bis zur Erdumlaufbahn aufgebläht haben und dann unseren Planeten verschlucken – sozusagen als Nachtisch, denn zuvor hat sie sich bereits Merkur und Venus einverleibt. Gegen Ende ihres Daseins vergrößert sich nämlich unsere Planetenmutter zu einem so genannten Roten Riesen – wie alle Sterne mit sonnenähnlicher Masse.

Wenn das Brennmaterial zur Neige geht, wird die Sonne nicht einfach abkühlen wie ein Ofen. Sie ist vielmehr ein extrem leistungsfähiger Atomreaktor, in dem Wasserstoffatomkerne zu Heliumkernen vereinigt werden, wobei gewaltige Energiemengen entstehen.

Ist der Wasserstoffvorrat aber einmal verbraucht, zieht die Sonne sich zunächst zusammen. Diese Kontraktion verursacht wiederum einen erneuten Temperaturanstieg, der die Leuchtkraft der Sonnenkugel enorm erhöht. Das nun im Sonneninnern dominierende Helium sorgt für eine ganze Reihe weiterer gravierender Vorgänge. Die Sonne bläht sich mehrmals auf und zieht sich wieder zusammen. In gut sieben Milliarden Jahren schließlich wird sie sich in einen Riesenstern verwandeln. Ihre Energieausstrahlung wird dann etwa tausendmal so groß sein wie heute.

Wenn schließlich das Helium in noch schwerere Elemente umgewandelt ist, schrumpft die Sonne auf Planetengröße zusammen. Ein Kubikzentimeter dieser unvorstellbar verdichteten Masse wiegt dann mehrere Tonnen.

Auf der Erde aber herrscht schon viel, viel früher eine solche Gluthitze, dass jegliches Leben hier bereits in 500 Millionen Jahren erloschen sein wird.