Leoniden: Diesmal weniger Sternschnuppen zu erwarten

Autor: Ulrich Beilfuß

 

 

Bis Ende dieses Monats werden am wolkenfreien Firmament ein paar mehr Sternschnuppen als üblich zu sehen sein. Es ist nämlich wieder einmal die Zeit der Leoniden, der November-Meteore. Erneut kreuzt unsere Erde die Bahn eines Kometen, der sich inzwischen weitgehend aufgelöst hat. Seine Eis- und Staubpartikel haben sich unterschiedlich dicht über die Kometenbahn verteilt. In diesem Jahr werden wir voraussichtlich eine relativ schwache Teilchenwolke durchqueren. Es ist deshalb wohl kein himmlischer Meteorzauber zu erwarten.

Den Hauptteil der Trümmerwolke dieses Kometen passiert die Erde alle 33 Jahre. In solchen Phasen wurden schon Tausende von Sternschnuppen pro Stunde registriert, zuletzt 1999. Diesmal erwarten Astronomen eine sehr bescheidene Quote von maximal 15 Meteoren pro Stunde, und zwar in der Nacht vom 17. auf den 18. November, also vom kommenden Sonnabend auf Sonntag. Doch Vorhersagen von Meteor-Intensitäten sind nicht beonders zuverlässig. Deshalb besteht die kleine Hoffnung, dass vielleicht doch ein paar mehr flinke Funken den Himmel verzaubern.

Nach den Leoniden Ausschau halten sollten Sternschnuppenfreunde trotzdem schon ab heute Nacht. In der Zeit nach Mitternacht sind übrigens mehr Sternschnuppen zu sehen. Wir befinden uns dann nämlich auf der Erdseite, mit der wir den Kometenpartikeln entgegenfliegen. Unser Planet rast dabei mit rund 100.000 Kilometern pro Stunde den Staubteilchen entgegen.