Der Sternenhimmel im September

Autor: Ulrich Beilfuß

 

 

Heute werfen wir einen Blick auf den Sternenhimmel im September. Obwohl am 23. bereits Herbstbeginn ist, dominiert am Firmament immer noch das Sommerdreieck. Ab spätestens 21 Uhr wird es sichtbar. Wenn wir steil zum Himmel schauen, erkennen wir sofort den leuchtkräftigen Fixstern Wega, eine gute Handbreit links davon Deneb. und unter den beiden Atair.

Wenn wir von Atair aus weit nach links schauen, also nach Osten, wird wenige Handbreit über dem Horizont ein Sternenquadrat sichtbar. Es ist Teil des Sternbildes Pegasus, mit dem sich schon der Herbst ankündigt. – An die obere linke Ecke dieses “Herbstvierecks” schließt sich die Sternenkette der Andromeda an. Über der Kettenmitte ist bei günstigen Sichtbedingungen ein verschwommener Lichtfleck zu sehen. Es ist der berühmte Andromedanebel, eine zweieinhalb Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie. – Hoch über der Andromedakette schließlich fällt ein aus Sternen geschriebenes großes “W” auf, das Sternbild Kassiopeia.

Zu den Planeten: Bis zum kommenden Wochenende kann der nur selten sichtbare Merkur beobachtet werden. Der sonnennächste Planet geht jetzt eineinhalb Stunden vor der Sonne auf, morgen früh um Viertel nach fünf. – Am südlichen Abendhimmel ist eine Kette aus drei Planeten sichtbar. Besonders auffällig strahlt links, also im Südosten, der gelbrote Mars, dann folgen der lichtschwächere Saturn und weiter westlich Jupiter. – Die Venus beendet allmählich ihre Rolle als Abendstern. Sie wird immer früher vom Abendrot überstrahlt.