Der Sternenhimmel im Oktober

Autor: Ulrich Beilfuß

 

Am Oktober-Sternenhimmel, auf den wir heute blicken, dominieren jetzt die Herbststernbilder. Zum Beispiel der Pegasus: Sein auffälligster Teil ist ein großes Sternenquadrat. Nach dem Dunkelwerden sieht man es etwa dort, wo vormittags die Sonne steht, im Südosten.

Unmittelbar an das Pegasusquadrat schließt sich oben links die Sternenkette der Andromeda an. In diesem Sternbild ist der berühmte Andromedanebel zu finden, und zwar so: Vom oberen linken Eckstern des Pegasus-Quadrats schauen wir um zwei Sterne nach links und dann wieder um zwei, allerdings recht lichtschwach erscheinende, Sterne nach oben. Dort schimmert aus fast zweieinhalb Millionen Lichtjahren Entfernung die benachbarte Milchstraße mit einigen hundert Milliarden Sonnen. Im Fernglas erscheint die Andromeda-Galaxie besonders eindrucksvoll.

Ein wenig links über der Andromedakette fällt der riesige, aus Sternen gebildete Buchstabe “W” auf. Er ist das Logo des Sternbildes Kassiopeia.

Drei Planeten sind mit bloßem Auge sichtbar: Am Abendhimmel zeigt sich als einziger der Saturn, der allerdings schon früh untergeht: Heute gegen 21:30 Uhr und am Monatsende bereits kurz nach 20 Uhr.

Tief am östlichen Morgenhimmel werden ab etwa 6 Uhr unsere beiden Nachbarplaneten Venus und Mars sichtbar; unten der enorm hell strahlende Morgenstern und gleich darüber der lichtschwächere Rote Planet.

Abschließend ein ungewöhnlicher Hinweis: Übermorgen, am frühen Donnerstagvormittag, wird ein kleiner Asteroid verhältnismäßig nahe an der Erde vorbeifliegen. Der zwischen 15 und 30 Metern lange, unregelmäßig geformte Felsbrocken wird gegen 8 Uhr die Erde in nur etwa 40.000 Kilometern Abstand passieren. ESA und NASA erklären dazu übereinstimmend, dass der vor fünf Jahren erstmals beobachtete Asteroid keine Gefahr für unseren Blauen Planeten bedeute.