Auguststernschnuppen: Sie sind wieder da!

Autor: Ulrich Beilfuß

 

In dieser Woche können die August-Sternschnuppen beobachtet werden, die so genannten Perseiden. Von heute bis zum kommenden Freitag bewegt sich unsere Erde nämlich wieder einmal durch eine Staubspur im All, die von einem Kometen stammt, der sich weitgehend in seine Einzelteile aufgelöst hat. In diesen Nächten flitzen besonders viele Meteore über das Firmament. Die Astronomen erwarten bis zu hundert pro Stunde. Das Maximum soll in den frühen Morgenstunden des 11. August auftreten. Doch wer sich auf einen  Sternschnuppenregen freut, wird wohl enttäuscht sein. Denn stündlich einhundert wären ja weniger als zwei pro Minute, und außerdem können wir nur einen Bruchteil des Firmaments im Blick haben. Stellen wir uns deshalb realistisch auf ein paar wenige Sternschnuppen im Verlauf von fünf Minuten ein, allerdings auch auf störendes Mondlicht.

Der Sternschnuppenschweif oder Meteor entsteht übrigens so: Wenn die oft nur staubkorngroßen Körper dem Schwerefeld der Erde zu nahe kommen, rasen sie mit bis zu 200.000 Kilometern pro Stunde durch die Atmosphäre. Bei diesem Tempo entsteht eine so starke Reibungshitze mit der Luft, dass einzelne Elektronen aus den Atomen der Luftmoleküle gerissen werden. Wenn die Luftteilchen sich dann wieder andere freie Elektronen einverleiben, wird Energie freigesetzt. Die Atome beginnen zu leuchten. Dieser Vorgang kann mehrere Sekunden dauern. So entsteht der weithin sichtbare Eindruck einer längeren Leuchtstrecke am Himmel.

Radio Jade wünscht viel Erfolg bei der optischen Jagd nach den flinken Funken.